Dancefloor statt Doomscrolling

Waren das noch Zeiten, als man beim Ausgehen wirklich im Hier und Jetzt war – nur Menschen, Musik und gute Gespräche, kein Vibrieren in der Tasche, kein Meer von blinkenden Kameras am DJ-Pult, keine Freunde, die geistesabwesend aufs Display starren. Jungen Menschen vermitteln, dass sie mehr vom Nacht- und Sozialleben haben, wenn sie weniger Ablenkung durchs Smartphone erfahren – diese Mission stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Kampagne von Heineken und dem US-amerikanischen Retail-Portal Bodega.

Weil Smartphones den Kontakt zur Onlinewelt immer einfacher machen, während es gleichzeitig immer schwerer wird, sich aufs Hier und Jetzt zu konzentrieren, entwickelten Heineken und Bodega gemeinsam mit dem finnischen Nokia-Nachfolger Human Mobile Devices (HMD) das Boring Phone. Mit Klappfunktion, Tastatur, transparentem Gehäuse und Hologramm-Stickern erinnert das Design des minimalistischen Endgerätes an die Formensprache der frühen Nuller Jahre und zahlt gleichzeitig auf den „Newtro“-Trend ein. Mit 0,3 Megapixel-Kamera, FM-Radio sowie SMS- und Telefonfunktion sind auch die technischen Möglichkeiten des Boring Phone auf dem Stand des jungen Jahrtausends. Internetfunktionen jedenfalls fehlen vollständig – das Handy bietet weder Social Media oder Dating Apps noch Messenger, E-Mail oder Maps. Dafür hält der Akku bis zu einer Woche lang im Standby.

Vorgestellt wurde das Boring Phone in einem Pop-up-Bodega-Store auf einer Party im Rahmen der Mailänder Design Week. Im Anschluss wird nun eine erste Charge von 1.000 Exemplaren im italienischen Markt zugänglich gemacht und ist über Verlosungen und andere Consumer Engagement-Mechaniken erhältlich. Weitere 4.000 Stück wollen die Initiatoren später weltweit verfügbar machen.

Für alle, die es nicht schaffen, ein Exemplar zu ergattern, wird es im Juni eine App geben, die das Boring Phone-Erlebnis ermöglicht.
// Till Barth
www.heineken.com/theboringphone
Bildquelle: Heineken






