Kunst gegen Krieg

Ein Cello aus Raketenteilen, eine Gitarre aus dem Benzinkanister eines Panzers, eine Violine aus einem Sprengkopf – die Instrumente, die ukrainische Jugendliche in Zusammenarbeit mit der Initiative Art Helps in einem neu entstandenen „Creative Hub“ in Kiew erschaffen haben, setzen ein Zeichen der Hoffnung inmitten des Krieges. Sie zeigen, dass Musik Grenzen überwindet und Kreativität nicht einfach stirbt.

Art Helps sieht sich als eine Organisation für die „zweite Hilfe“ in von Kriegen und Armut betroffenen Gebieten – nach Grundsätzlichem wie Essen, Kleidung und medizinischer Versorgung. Mit Kunstprojekten fördert die Initiative Kreativität, um so Hoffnung in den Alltag von Kindern und Jugendlichen zu bringen. Nach Projekten u.a. in Afghanistan, Brasilien, Indien und Syrien legte die Stuttgarter Initiative 2023 in Zusammenarbeit mit der Stiftung des Musikers Rea Garvey, Saving an Angel, und der Organisation Save Ukraine den Grundstein für einen neuen „Creative Hub“, einen Workshop-Space mit Kunsttherapiezentrum in Kiew. Tom Lupo, Gründer von Art Helps: „Wir glauben, dass Kreativität lebenswichtig ist. Um Lösungen zu finden für ein Leben in Schwierigkeiten. Wir unterstützen den Wiederaufbau in der Ukraine – nicht nur bei Gebäuden, sondern v.a. in den Menschen, die mit uns lernen, ihr Leben neu zu gestalten.“
Highlight des Workshops sind die Instrumente und das Musikvideo zu Breaking the Silence, das auch Andreas Brunsch, Managing Creative Director bei Jung von Matt, beeindruckte: „Was für eine Kraft Kreativität haben kann, zeigen uns die Reaktionen auf diese Kampagne eindrucksvoll. Und wenn man die Tatsache an sich heranlässt, dass diese Instrumente, die man hier sieht, vorher von der russischen Armee auf die Häuser und Städte dieser jungen Menschen abgefeuert wurden, kann man einfach nur Respekt haben und hoffen, dass die Aktion hilft, aufklärt und bewegt.”

Seit dem Start der Teaser-Videos am 6. November 2023 schlägt die Resistruments-Kampagne inklusive der Poster Wellen auf Instagram und TikTok und erreichte in den Social Media-Kanälen laut offiziellen Angaben bereits in den ersten Tagen nach Veröffentlichung über 300.000 Views. Das Video auf YouTube zählt mittlerweile über 200.000 Views (Stand März 2024). Bleibt zu hoffen, dass die Klänge der ehemaligen Kriegsinstrumente weiterhin über die Grenzen hinweg zu hören sind und so den Menschen vor Ort Hoffnung schenken können.
// Claudia Pfeifer
Bildquelle: Art Helps
www.arthelps.de
www.jvm.com
www.saveukraine.org
www.savinganangel.org







