Studie

Hohe Marketingwirkung, geringer CO2-Fußabdruck

Eine neue, Anfang Februar 2026 veröffentlichte Studie zeigt, dass Werbeartikel eine starke Marketingwirkung mit einem deutlich geringeren CO2-Fußabdruck pro Erinnerung erzielen als die meisten anderen Werbeformen. Damit erhalten Marken eine datengestützte Möglichkeit, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit nebeneinander zu bewerten.

Diese Studie, die erste ihrer Art, wurde im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit des europäischen Dachverbands EAC (European Associations Cooperation) initiiert, gemeinsam mit den US-amerikanischen Branchennetzwerken ASI (Advertising Specialty Institute) und PPAI (Promotional Products Association International) in Auftrag gegeben und von der unabhängigen britischen Klimaplattform 51toCarbonZero durchgeführt.

51toCarbonZero greift auf etablierte Tools zur Kohlenstoffverfolgung und veröffentlichte Forschungsergebnisse zurück, um konsistente, zuverlässige Benchmarks zu erstellen. Zusätzliche Daten für die Studie stammten von je einem europäischen und einem US-amerikanischen Werbeartikelhändler, die beide groß genug sind, um für diese Märkte repräsentativ zu sein.

Das „Werbeartikel-CO2-Projekt” hat die Umweltauswirkungen von Produkten mit Logo über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg gemessen – von der Produktion über den Versand bis hin zur Verwendung und Entsorgung. Darüber hinaus sind die Daten so aufbereitet, dass sie mit denen von Digital-, TV-, Radio-, Außen- und Printwerbung in Europa und den USA vergleichbar sind.

Das wichtigste Ergebnis: Gemessen an den Emissionen pro gespeicherter Impression – also Erinnerung an eine gesehene Marke – liegen Werbeartikel an zweiter Stelle hinter Außenwerbung (z.B. Plakatwänden). Sie übertreffen Fernsehen und Radio und verursachen pro Erinnerung bis zu achtmal weniger CO2-Emissionen als digitale Werbung (z.B Social-Ads oder Online-Banner). Auf den Märkten in den USA und Europa gehören Werbeartikel damit zu den CO2-effizientesten Werbemöglichkeiten, die auf Kampagnenbasis untersucht wurden.

Für die Branche, so die beteiligten Verbände, ist die Studie aus mehreren Gründen entscheidend. Da Werbeartikel wiederholt verwendet werden, sorgen sie im Laufe der Zeit für eine kontinuierliche Markenpräsenz, was zu geringeren Emissionen pro Erinnerungseindruck führt – ein wichtiger Vorteil, da digitale Werbung zunehmend auf energieintensive Technologien wie KI setzt.

Die Ergebnisse des „Werbeartikel-CO2-Projekts“ wurden auf Deutsch vom Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) veröffentlich und finden sich hier als PDF zum Download.

Für den Vorstandsvorsitzenden des GWW, Frank Jansen, sind die Schlüsse, die aus der internationalen Studie zu ziehen sind, eindeutig: „Die Studie zeigt in Zahlen und Daten, was jeder Werbeempfänger intuitiv schon lange weiß: Werbeartikel verschwinden nicht nach Sekunden im digitalen Nirwana. Sie bleiben oft jahrelang im Haushalt präsent und sorgen so für nachhaltige Markenwirkung bei vergleichsweise geringem CO2-Fußabdruck. Jetzt gilt es, die Ergebnisse in konkretes Handeln zu übersetzen und sie bei Entscheidern und Marketingverantwortlichen zu verankern.“

Die Auftraggeber der Studie betrachten sie nicht als Endpunkt, sondern als Grundlage für zukünftige Schritte, um die ganze Branche noch nachhaltiger zu gestalten.

Bildquelle: mbw

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