Das zweite Leben des Roten Teppichs

Eine Gala mit Rotem Teppich gehört zu Filmpreisen wie der Schlüssel zum Schloss. Kaum denkbar, dass die Stars zu solch einem Event nicht über eine rote Stoffbahn einlaufen. Das Problem: Das Material muss danach entsorgt werden. Beim Deutschen Filmpreis war man damit unzufrieden und hat nach einer Lösung gesucht, damit man den Roten Teppich nach Ende der Veranstaltung nicht mehr einfach in die Mülltonne werfen muss.

„Müll ist mein Rohstoff. Warum neue Rohstoffe verwenden, wenn man gar nicht weiß, wohin mit den alten“, fragt Vanini. Polyperformer bietet Unternehmen, vorrangig aus der Eventbranche an, die Hinterlassenschaften von Veranstaltungen wieder in den Ressource-Kreislauf zurückzuführen.

Der Rote Teppich, der bei der Filmpreis-Gala in Berlin verwendet wird, besteht aus dem Kunststoff Polypropylen (PP), der sich mit vergleichsweise wenig Energie recyceln lässt. Bereits seit 2021 wird der Teppich nach der Gala eingesammelt und für den Recyclingprozess vorbereitet. Dazu wird er zunächst, gereinigt, zerkleinert und in PP-Granulat verwandelt. Bei Polyperformer in Aalen entstanden daraus dann per 3D-Druck kleine Figürchen, die der Lola, der Trophäe des Deutschen Filmpreises, nachgebildet sind. Die roten Mini-Lolas können als Flaschenöffner benutzt und an einen Schlüsselbund angehängt werden. Mit dem Logo des Deutschen Filmpreises versehen, wurden sie den Gästen der Gala – passenderweise auf dem Roten Teppich – als Andenken überreicht.







